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Dirigenten der Mosella-Musikanten
1.) Herr Herrmann Mallmann (1956 bis 1958) Dirigent Herrmann Mallmann (Alken) leitete seine erste Probe am 15. Dezember 1956 im Saal Gasthaus „Moseltal“. Herr Mallmann übte hauptsächlich kirchliche Musik ein, um insbesondere die erste Prozession zum Bleidenberg vorzubereiten. Man versuchte sich jedoch auch an Volksliedern (z.B „Ännchen von Tharau“). Als für Herbst 1957 das Gründungsfest mit großem Festzug anstand stieg Herr Mallmann mit den jungen Musikern auch in die Marschmusik ein. Die ersten beiden Märsche waren „Frühlingsklänge“ und „Reichswehr“ aus dem „Lausitzer“ Marschalbum.
2.) Herr Manfred Link (1956 bis 1963) Im Mai 1958 übergab Herr Hermann Mallmann den Taktstock an Dirigent Manfred Link, einen jungen Musiker aus Kattenes, der dort die damalige „Volks-Blaskapelle Kattenes“ leitete. Man hatte inzwischen immer mehr Spaß am Musizieren und wollte sich nicht mehr damit begnügen, bei einigen wenigen kirchlichen Anlässen aufzutreten, sondern wollte sich auch zusätzlich weltlichem Blasmusikgut zuwenden. Bei Manfred Link wurden über die „Lausitzer Märsche“ hinaus auch „anspruchsvolle“ Märsche wie z-B- Schwabengruß, Alte Kameraden, Torgauer, Tochter Zion-Festmarsch sowie auch Konzertstücke (Strauß-Walzer-Potpourri „Für’s Herz und Gemüt“, Mignonette-Ouvertüre) einstudiert. Als Vizedirigent fungierte Clemens Thelen.
3.) Herr Rudolf Seidel (1963 bis 1967) Im Jahr 1963 wurde dann Manfred Link als Dirigent abgelöst von Rolf Seidel (Rübenach). Herrn Seidel verdankt die „Mosella“ ihren langjährigen freundschaftlichen Kontakt zum „Alten Berghornisten-Corps 1848“ aus Wildemann (Harz), von wo Herr Seidel auch stammt. Im Jahr 1967 musste Herr Seidel, bedingt durch eine berufliche Auslandsverwendung, seine Dirigententätigkeit in der Mosella aufgeben. Er ist uns jedoch bis heute freundschaftlich verbunden geblieben. Als 1967 Herr Seidel die „Mosella“ verlassen hatte, begann eine schwere Zeit. Im Verein hatte es ohnehin gekriselt und nun fehlte es auch noch an einem Dirigenten, der nicht nur musikalisch kompetent war, sondern es auch verstand, die Musiker - einige waren schon aus dem Verein ausgetreten, viele weitere trugen sich mit solchen Absichten - wieder zu motivieren und zum Mitmachen zu bewegen.
4.) Gottfried Thelen (1967 bis heute) Da meldete sich aus unseren eigenen Reihen schließlich ein talentierter junger Mann von damals gerade mal knapp 20 Jahren, Gottfried Thelen, und erklärte sich bereit, sich als unser Dirigent zu versuchen. So nahm Gottfried (damals auch unter dem Spitznamen „Goggo“ bekannt) Mitte Juli 1967 seine Tätigkeit als Dirigent auf. Die Proben wurden auf Mittwoch verlegt, und man probte, weil es ein ziemlich warmer Sommer war, nicht mehr im Saal des Vereinslokals „Moselgruß“ (Fischer – Hännes), sondern reihum in den Höfen bzw. Gärten der einzelnen Musiker. In der Folgezeit besserte sich schlagartig der Probebesuch, wenn auch die Zahl der Aktiven inzwischen von ehedem 32 auf 20 Leute geschrumpft war. Aber diese waren auf den Proben und bei den Auftritten zuverlässig und pünktlich zur Stelle. Gottfried bildete durch Umbesetzungen aus den 20 Musikern einen spielfähigen Klangkörper und so konnte auch wieder kontinuierlich geprobt werden. Auftritte, die der Vorstand noch während der Krise angenommen hatte, die aber mangels spielfähiger Besetzung in Frage gestellt gewesen waren (wie z.B. das Weinfest in Alken, Schiffstour mit den Layer „Heimatfreunden“ nach Cochem, Besuch des Musikfestes in Weibern) konnten nun doch wahrgenommen werden. Das Repertoire wurde erheblich erweitert; es kamen zahlreiche Stücke hinzu, die z.B. von den Original Egerländer Musikanten her bekannt waren (Rauschende Birken, Schneewalzer, Herz-Schmerz-Polka), später auch Konzertstücke (Ouvertüre „Jagdschloß Waldenbuch“,. „Wo die Wolga fließt“) Im folgenden Jahr 1968 dann, nachdem Gottfried einen Herbst und Winter lang (man war inzwischen wieder ins „richtige“ Probelokal zurückgekehrt) mit uns geprobt hatte, begann seine Arbeit erst richtig zu greifen. Als erster Anfangserfolg dürfte zu nennen sein unsere Verpflichtung für die Teilnahme am Kölner Rosenmontags-Zug 1968. In der Folgezeit ging die Zahl unserer Auftritte sprunghaft in die Höhe – doch hierüber wird noch an anderer Stelle ausführlicher berichtet.
Im März 1992 dann konnte Gottfried Thelen sein 25-jähriges „Dienstjubiläum“ begehen. In einer eigens für ihn ausgerichteten Feier in der „Mosella“-Halle, an der auch alle anderen Ortsvereine teilnahmen, wurde er geehrt und ihm von den Musikern der „Mosella“ für seine Treue zum Verein und seine geleistete Arbeit gedankt. Nach inzwischen etwa 38 Jahren seiner Dirigententätigkeit bei der „Mosella“ dürfte Gottfried Thelen, zumindest in der hiesigen Region einer der dienstältesten bzw. überhaupt der dienstälteste Dirigent bei ein und derselben Kapelle sein.
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